Welpenspiel

Impfungen

Impfung des Hundes

Den ersten „passiven“ Impfschutz erhält der Welpe mit der Muttermilch, sofern die Mutterhündin geimpft ist. Diese Schutzstoffe (Antikörper) werden jedoch sehr schnell wieder abgebaut, so dass der Welpe diesen Schutz zwischen der 6. -  16. Lebenswoche verliert. Deshalb sollten Sie durch Impfungen Ihres Welpen ab der 8. Lebenswoche seinen „aktiven“ Impfschutz aufbauen, um ihn vor lebensbedrohlichen Infektionen zu schützen.

Anlässlich der 1. Impfung oder beim Kauf eines Hundes erhalten Sie einen gelben Impfpass oder den blauen EU-Heimtierausweis.

Jungtiere werden im Allgemeinen zwischen der 8. und 16. Lebenswoche 3 mal im Abstand von 4 Wochen geimpft.

Ein Jahr später erhalten sie eine erneute Impfung, um die Grundimmunisierung abzuschließen.

Die Grundimmunisierung erfolgt gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut und Zwingerhusten.

In den Jahren danach empfehlen wir Ihnen ein individuelles Impfschema, je nach den Haltungsbedingungen und der bekannten Seuchenlage.

Impfung der Katze

Ein säugender Katzenwelpe erhält seinen ersten "passiven" Impfschutz mit der Muttermilch. Im Allgemeinen sind die Schutzstoffe (AK=Antikörper) jedoch zwischen der 6. und 16. Lebenswoche abgebaut. Ab der 8. Lebenswoche sollten Sie durch Impfungen die "aktive" Immunität aufbauen, um Ihre Katze vor Infektionen zu schützen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt als Grundimmunisierung 3 Injektionen im Abstand von 4 Wochen (8., 12. + 16. Woche) sowie eine 4. Impfung nach einem Jahr. Danach erfolgt eine jährliche Kontrolluntersuchung und Wiederholungsimpfung, je nach Haltungsbedingungen und aktueller Seuchenlage.

Katzen in reiner Wohnungshaltung haben ein deutlich niedrigeres Infektionsrisiko, können sich aber durchaus über Vektoren (Schuhwerk, Kleidung, Gegenstände) oder in Tierpensionen mit Erregern der Katzenseuche und des Katzenschnupfens anstecken. Eine Impfung gegen Katzenleukose und Tollwut ist in der Regel nur für Freigänger, Ausstellungs- und Zuchtkatzen sowie bei Mitnahme von Katzen ins Ausland notwendig.

Ein Wort zum Impfstoff: Wir verwenden den derzeit einzigen adjuvansfreien Impfstoff gegen Tollwut und Leukose, wodurch die Gewebeverträglichkeit deutlich verbessert ist (Risiko für Fibrosarkome minimiert).

Für weitergehende Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Impfung des Kaninchens

Kaninchen sollten regelmäßig gegen Myxomatose und RHD geimpft werden. Diese Erkrankungen sind hochansteckend, verlaufen häufig als "Seuchenzüge" und sind oft tödlich.

Beide Viruserkrankungen können von Wildkaninchen übertragen werden, aber nicht nur durch direkten Kontakt, sondern auch durch Grünfutter von Wiesen mit Wildkaninchenzugang, Heu, Einstreu, Menschen, Geräte und Transportboxen. Myxomatose wird hauptsächlich über Stechmücken übertragen. Deshalb können auch Tiere in Wohnungshaltung erkranken.

Da gegen beide Viruserkrankungen keine gezielte Behandlung möglich ist und erkrankte Tiere trotz symptomatischer Behandlung häufig versterben, sind Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen besonders wichtig.

Seit 2010 hat der RHD- Erreger eine neue Virusvariante entwickelt (RHD 2 ), die  seit 2013 auch in Deutschland vorkommt. Seit 2018 gibt es einen Impfstoff, der erstmals Schutz gegen beide Varianten der Erkrankung bietet (RHD 1 + RHD 2).

Kaninchen können ab der 4. Lebenswoche geimpft werden. Der Schutz gegen RHD hält mit dem neuen Impfstoff (Filavac) nach einmaliger Impfung 1 Jahr an. Gegen Myxomatose sollte alle 6 Monate eine Wiederholungsimpfung erfolgen.